Die Geschichte des Zentrums in Gdansk (Danzig)

Vorgeschichte
Die Geschichte des Zentrums an der Pomorska Str. 41

Vorgeschichte

Lama Ole z Leszkiem Nadolskim, Tomkiem Lehnertem i na wykładzie

Lama Ole mit Leszek Nadolski (Kosename Misiek – Bärchen), Tomek Lehnert und während der Vorlesung

Im März 1981 wurde in der Wohnung von Dorota Krzyzanowska der erste danziger Vortrag von Lama Ole abgehalten, gedolmetscht durch Dorota in Person sowie Karol Sleczek. Dieser Besuch des Lama dauerte 3 Tage.

Bereits nächstes Mal besuchte Lama Ole Gdansk (Danzig) im Frühjahr 1982. Zuerst leitete er eine öffentliche Vorlesung an der staatlichen Hochschule für Schöne Künste und dann im Zen-Zentrum in Gdynia - Witomin (Gdingen). Dolmetscherin während dieser Veranstaltungen war wieder Dorota Krzyzanowska. Zuflucht wurde von so vielen bekannten Persönlichkeiten, sowohl im polnischen Buddhismus als auch allgemein, angenommen wie: Leszek „Misiek - Bärchen” Nadolski (heutzutage leitet er das Retreatzentrum - Osrodek Odosobnieniowy - in Kuchary), Beata „Berta” Nadolska, Gosia „Maggy” Lehnert (langjährige Assistentin und Anvertraute des Lama Tsechu Rinpocze), Zbyszek Andruszkiewicz (früher leitete er das Retreatzentrum in Kuchary), Jurek Karwowski und viele andere.

Leszek (Misiek) Nadolski i jego żona Beata (Berta)

Leszek (Misiek) Nadolski und seine Ehefrau Beata (Berta).

Am 13. Dezember 1983 fand an der Danziger Universität der nächste Vortrag von Lama Ole statt. Und gerade hier ereignete sich die Geschichte, die der Lama nicht selten in seinen Vorträgen anspricht:

„Ich sagte damals den Zuhörern meiner Veranstaltung: Ihr solltet eigentlich glücklich sein, dass euer System nicht funktioniert… In diesem Augenblick standen die in der Vorlesung anwesenden grauen Eminenzen – „die traurigen Herren vom Staatssicherheitsdienst – Stasi UB“ auf und begannen sofort ihre Dienstnotizen öffentlich anzufertigen. Dann fügte ich hinzu: … denn ihr müsst eure Zeit nicht für Tätigkeiten verschwenden, die ohne jede Bedeutung sind, sondern könnt euch viel mehr der Entwicklung des Geistes widmen. Sogleich die Stasispitzel es gehört hatten, setzten sie sich nach einer kurzen aber auffallenden Bedenkzeit, machten sich frei und locker, legten ihre Kugelschreiber weg und konzentrierten sich auf den Vortrag. Unverkennbar schienen sie eingesehen zu haben, dass es die Wahrheit war, was sie gerade gehört haben.“

Während des Vortrags im Kulturhaus im danziger Wohngebiet Zaspa, nahmen unter anderem Tomek Lehnert (langjähriger Sekretär des Lama), Slawek Bialy und Tadeusz Uchto Zuflucht.
Seit jener Zeit fanden praktisch jedes Jahr Vorträge von Lama Ole in Gdansk statt.

Im Jahre 1987 hatten wir die Möglichkeit den Lama Tsechu Rinpoche bei uns zu Gast zu haben, der in dem Gebäude, das der Schrebergartengemeinde angehörte, die Initation des Guru Rinpoche durchführte. Seit 1991 befand sich gerade dort das Zentrum in Gdansk. Lama Tsechu besuchte das jetzige Zentrum im Jahre 1999.

Lama Ole, Tomek Lehnert i Zdzisia Andruszkiewicz

Lama Ole, Tomek Lehnert und Zdzisia Andruszkiewicz

Dies sind die Orte, wo sich das Zentrum befand:
- 1982 – Gdynia (Gdingen)-Witomino, im ZEN-Zentrum;
- Nieder-Sopot – in einer privaten Wohnung;
- 1984-85 – Gdansk (Danzig)-Chelm, im Wohnblock, in einer privaten Wohnung;
- 1986-91 – Gdansk-Wrzeszcz, in einer Mietswohnung über das Lokal „Moda Polska (Polnische Mode)“.
(In den Jahren 90-91 bestanden 3 Meditationsgruppen – die eine in Wrzeszcz, die zweite bei Wojtek Mazur und die dritte bei Maciek Jelinski. 1991 fand in Kuchary ein gemeinsames Treffen mit Lama Ole statt, wo der Lama uns den Ratschlag erteilte einen gemeinsamen Ort für alle zu finden, was im September 1991 auch geschah.)

Ośrodek w wynajętym budynku na terenie ogródków działkowych

Das Zentrum in einem gemieteten Gebäude auf dem Gebiet der Schrebergärten

- 1991 – September – Mietung des Gebäudes auf dem Gebiet der Schrebergärten, an der Polanka Str. (wo, wie sich später herausstellte, Lama Tsechu die Initation des Guru Rinpoche im Jahre 1987 durchführte)
- 1998 – Kauf der aktuellen Immobilie an der Pomorska Str. 41
- 2003 – Ankauf des benachbarten Grundstücks, mit einer Fläche von 397 m2
- 2003 – Ankauf eines weiteren Grundstücks, mit einer Fläche von 336 m2
- 2005 – Kauf von Anteilen des benachbarten Grundstücks, was die Möglichkeit schuf weitere 100 m2 zu nutzen, die an unser Grundstück grenzten.

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Die Geschichte des Zentrums an der Pomorska Str. 41

Stan budynku w momencie zakupu

Stan budynku w momencie zakupu

Gebäudezustand im Moment des Ankaufs

Im Mai 1998 kauften wir ein Grundstück mit einer Fläche von 1.147 m2 und ein Gebäude mit einer Fläche von ungefähr 240 m2, das sich nur zur gänzlichen Renovierung eignete.

An den damaligen katastrophalen Gebäudezustand erinnern sich noch bis heute mit Tränen in den Augen diejenigen, die mühsam die Dachziegel putzten, fleißig die Fundamente vertieften und die Dachbalken verstärkten, sowie leidenschaftlich die alten Wände und Kachelöfen abrissen. Insgesamt nahmen, im Laufe von 10 Jahren des Zentrumbestehens, an den zahlreichen Bau- und Renovierungsarbeiten dutzende, wenn nicht sogar hunderte von Freunden Anteil und verschafften sich somit unmessbare Mengen an Verdiensten und gleichzeitig schufen sie wunderschöne Verbindungen mit dem Zentrum, sowie untereinander. Diese Verbindungen wurden zusätzlich wesentlich durch die zahlreichen freudigen Feiern gestärkt, deren Zeuge im Laufe der 10 Jahre unser kleines Häuschen an der Pomorska Str. 41 war...

Dank der unermüdlichen Arbeit unserer Freunde und deren grenzenloser Freigebigkeit, ist es gelungen das Gebäude vollständig zu renovieren, um somit Raum zu schaffen für eine Meditationshalle von über 60 m2, zwei Wohnstuben, eine Küche mit Essraum, Toaletten, Duschräume, Nachtquartiere (den Eingeweihten auch unter einem anderen Namen bekannt...) und das Büro der Stiftung Karmapa Foundation – das als Bücher-Lagerraum dient, sowie Versandstelle des Magazins DD ist. Gleichzeitig setzten wir unsere Expansion weiter nach außen fort, indem wir drei weitere Grundstücke kauften.
Dies allerdings geschah nicht ohne weiteres und manch wundersamen Lösungen. Eines bestimmten Tages, der Glaube an den Gewinn schwand, beschloss unser unermüdlicher Held Wlodek Wiszka, erschöpft durch schwere Gefechte mit einer unnachgiebigen Beamtin, sich an die „höhere Stelle zu wenden“ und bat Tsechu Rinpoche um Hilfe. Der Lama antwortet lakonisch: „Ich verspreche darüber nachzudenken.“ Ein paar Tage später bot eine unserer Nachbarinnen völlig spontan ihre Bereitschaft an – worum wir vorher nichteinmal in irgendeiner Weise gebeten haben – ihr Grundstück zu verkaufen. Anschließend, kurze Zeit später, wurde die unübertreffliche Beamtin befördert und ihren Platz nahm ein hilfsbereiter junger Mensch ein, der den Kauf ein weiteren Grundstücks möglich machte.
Insgesamt, in den Jahren 2003 – 2005, vergrößerten wir den Besitzstand um weitere 833 m2. Heutigentags verfügen wir über Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 1980 m_ und ein vollständig renoviertes Gebäude mit einer Fläche von über 240 m2.

Mehr über die Geschichte des Zentrums an der Pomorska Str. 41 könnt ihr lesen auf der Seite des Magazins „Diamantweg“. Artikel aus dem Jahre 2003.

Lama Ole i Lama Czeczu Rinpocze w ośrodku w Gdańsku

 Lama Ole und Tsechu Rinpoche im Zentrum in Gdansk

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