Lehrer

16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje
17. Karmapa Trinley Thaye Dorje
Shamar Rinpoche
Lopon Tsechu Rinpoche
Lama Ole Nydahl
Hannah Nydahl

Der 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje

16. Karmapa16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje gilt als einer der größten buddistischen Lehrer und Meditationsmeister seiner Zeiten. Er wurde am 14. August 1924 in Denkhok, Osttibet, geboren. Die Umstände seiner Geburt entsprachen dem Brief seines Vorgängers, 15. Karmapa, Kakhyab Dorje. Im Jahr 1931 erhielt er die schwarze Krone und die zeremoniellen Gewänder. Danach begann er sein Studium in traditioneller Sitz der Karmapas, Tsurpu Kloster. Er erhielt die gesamte Übertragung der Lehren , studierte Sutrayana, Tantras, Mahamudra und die Sechs Yogas von Naropa. Schon als Kind zeigte er tiefe Einsicht und erzählte seinen Lehrer sehr oft über seine vorherige Inkarnationen.
Im Jahr 1959 verließ der 16. Gyalwa Karmapa Tibet endgültig. Aufgrund der chinesischen Besatzung, flüchtete Karmapa mit seinem Gefolge von über 160 Lamas, Mönchen und Laien, nach Bhutan , um die Lehren des tibetischen Buddhismus vor der Zerstörung zu retten,. Die heilige Statuen, Bilder, Reliquien und andere wertvolle Besitztümer sind mitgenommen worden.
Mit der Unterstützung der indischen Regierung konnte Rumtek in Sikkim als neuer Sitz der Karmapas gewählt werden. Bereits zu Zeiten des 9. Karmapa (1556-1603) gab es drei Karma-Kagyü-Klöster in Sikkim, Rumtek war jedoch zu einer Ruine verkommen. Aus diesem Grund musste ein neues Kloster gebaut werden, dessen Grundstein ist von dem sikkimesischen König persönlich gelegt worden. Nach vier Jahre war Rumtek  das neuer offizieler Hauptsitz des Karmapa außer der Grenzen von Tibet, als auch ein Zentrum des buddhistischen Studiums, Zeremonien und Praxis.
Im Jahr 1974 begann der 16. Karmapa seine erste große internationale Reise in die Vereinigten Staaten, Kanada und Europa. Zum ersten Mal vollzog Rangjung Rigpe Dorje die Zeremonien der schwarzen Krone in einem westlichen Land. Im Dezember desselben Jahres, als er eine Einladung von seinen Schülern Ole und Hannah bekam, kam Karmapa nach Kopenhagen.
Von 1976-77 begab er sich ein weiteres Mal auf eine internationale Reise. Am Anfang fuhr er nach New York, danach nach Schweden, Dänemark, Deutschland, Holland, Frankreich, und Großbritannien. Im 1980 kam er noch einmal nach Westen, wo er an Zeremonien in London, New York, San Francisco und Boulder in Kolorado teilgenommen hat.
16. Karmapa starb am 5 November 1981 im Krankenhaus in der Nähe von Chicago.

17. Karmapa Trinle Thaye Dorje

17. Karmapa17. KarmapaDer 17. Gyalwa Karmapa, Trinley Thaye Dorje wurde 1983 in Lhasa (Tibet) geboren. Sein Vater, Mipham Rinpoche, ist die Reinkarnation eines bekannten Meisters der Nyingma-Tradition des tibetischen Buddhismus. Seine Mutter, Dechen Wangmo, stammt aus einer osttibetischen Adelsfamilie. Bereits als er 1,5 Jahre alt war, verkündigte Karmapa seine Identität. Im Jahr 1994 konnte der 17. Karmapa das chinesisch besetzte Tibet verlassen und nach Indien fahren. Kurz danach im März 1994 kam Thaye Dorje nach New Delhi, wo ihn Künzig Shamarpa offiziell als die 17. Inkarnation des Gyalwa Karmapa anerkannte. Damit wurde der junge Karmapa der Öffentlichkeit als der 17. Halter der Schwarzen Krone, Karmapa Trinley (Buddhas Aktivität) Thaye (unbegrenzt) Dorje (unverändlich), vorgestellt. Im Jahr 1997 wurde der 17. Karmapa offiziell nach Bhutan eingeladen, wo er an der Topga Rinpoches Verbrennungzeremonie teilgenommen hat. Die Reise nach Thimpu, die normalerweise 3 Stunden dauert, dauerte stattdessen sieben Stunden, da Tausende Anhänger ihn begrüßen wollten. Am 17 Oktober 1997 kamen drei Tausend Leute, als Karmapa sein Segen erteilte. Die ganze königliche Familie begrüßte ihm als der 17. Karmapa.
Im Oktober 1999 begann der 17. Karmapa seine erste internationale Reise, wo er Tausenden von Menschen in Singapur und Taiwan Belehrungen und Einweihungen erteilte. Am Anfang des neuen Jahrtausends unternahm Karmapa seine erste Reise nach Westen. In deutschen Düsseldorf begrüßten ihm enthusiastisch sechs Tausend Leute aus hunderten Diamantwegszentren in verschiedenen Ländern.
Im Jahr 2003 fuhr der 17. Karmapa sein erstes offizielles Programm in den Vereinigten Staaten durch. Am 19. und 20. Juli erteilte er während des von amerikanischen Diamantwegszentren organisierten Treffens in San Francisco Karma Pakshi und Medizin-Buddha Einweihung.
Im Dezember 2003 wurde der 17. Karmapa nach der offiziellen Beendigung seines Studiums als der Große Tantrische Meister (Vajracharya) bekannt gemacht. Karmapa lebt zurzeit in Kalimpong/Nordindien, wo er sein spirituelles Praxis und westliche Schulbildung fortsetzt.

Die Internetseite von 17. Karmapa Trinle Thaje Dorje

Shamar Rinpoche

Szamar RinpoczeKünzig Shamar Rinpoche ist der zweithöchste Lehrer der Karma Kagyü Linie. Er ist anerkannt als die Ausstrahlung des Buddhas Amitabha. Seine Inkarnationslinie stand von jeher in engster Verbindung mit derjenigen der Gyalwa Karmapas . Erste Shamar Rinpoche, Khedrub Trakpa Senge (1283-1349) war der Hauptschüler des 3. Karmapas Rangjung Dorje. Seine zweite Inkarnation, Khachö Wangpo  bekam vom 4. Karmapa Rolpe Dorje die Rote Krone, die eine originalgetreue Kopie Karmapas Schwarzen Krone ist. Zusammen mit der Übergabe der Krone bekam Shamar von Karmapa einen Namen – „ einer, der die Rote Krone trägt“. Seit dieser Zeit gibt es in den Texten der Karma Kagyü Linie zwei Karmapas – Karmapa der Schwarzen Krone und Karmapa der Roten Krone, die seit vielen Jahrhunderten ihre Rollen des Lehrers und Schülers wechseln.
14. Künzig Shamar Rinpoche Mipam Chökyi Lodrö wurde 1952 in Derge in Tibet als Neffe des 16. Karmapa geboren. Als er 6 Jahre alt war, wurde er als die Inkarnation des Shamarpa anerkannt. Kurz danach wurde er zum Yangpachen Kloster gebracht. 1959 aufgrund der chinesischen Invasion verließ Shamar Rinpoche an der Seite des 16. Karmapa sein Heimatland Tibet. Bis 1979 erhielt er im Kloster Rumtek in Sikkim sämtliche Belehrungen und Übertragungen der Kagyü-Linie vom 16. Karmapa. Nach dem Tod des Karmapas unterstützte Shamar Rinpoche die Entstehung von Karmapa International Buddhist Institute (KIBI) in  New Delhi in Indien. Im März 1994 erkannte er offiziell Trinley Thaye Dorje als 17. Karmapa an. Heutzutage reist Shamar Rinpocze durch die ganze Welt und lehrt den Diamantweg-Buddhismus.

Die Internetseite von Shamar Rinpoche

Lopön Tsechu Rinpoche

Lopon Czeczu RinpoczeLopön Tsechu Rinpoche wurde in Bhutan in 1918 geboren. Er war einer der letzten Meditationsmeister, die tiefes und intensives Praxis noch in freien Tibet bekamen. Als er 13 Jahre alt war, verließ er Bhutan um buddhistische Ausbildung von seinen Onkel, Sherab Dorje in Nepal zu bekommen. Dort meditierte er in harten Bedingungen, in den Höhlen von Milarepa und an den heiligen Orten von Guru Rinpoche. 1944 lernte er den 16. Gyalwa Karmapa Rangjung Rigpe Dorje kennen, der einer seiner wichtigsten Lehrer wurde. Aufgrund seiner sich über mehrere Jahrzehnte wachsenden Aktivität galt Lopön Tsechu Rinpoche als eine Schlüsselfigur für den Zusammenhalt der unterschiedlichen buddhistischen Gemeinschaften in Nepal. 1978 kam er auf Einladung von Lama Ole Nydahl und dessen Frau Hannah nach Europa. Seitdem bereiste er intensiv und regelmäßig die Zentren des Diamantweg- Buddhismus in Europa, Amerika und Russland, wo er zahlreiche Einweihungen und Belehrungen erteilte. Lopön Tsechu ließ die Kalachakra Stupa in Spanien und 16 andere Stupas in Europa und Asien errichten. Letztes Projekt von Tsechu Rinpoche –Erleuchtungs-Stupa in Benalmadena in Spanien ist ein Juwel, daß sein Leben krönt. Rinpoche starb am 10 Juni 2003 im Alter von 86 Jahren, 4 Monate vor der Inauguration seines Werkes. Die Kraft seines Mitgefühls, war von allen,  unabhängig von ihrer Herkunft und Weltanschauung spürbar.

Lama Ole Nydahl

Lama Ole NydahlLama Ole Nydahl ist einer der wenigen im Westen bekannten Lamas und Meditationsmeister der Karma-Kagyü-Schule, der so tiefe und intensive buddhistische Ausbildung bekam. Ole Nydahl und seine Frau Hannah begegneten 1969 den 16. Karmapa und wurden seine ersten westlichen Schüler. Nach 3 Jahren der Meditationspraxis und des Studiums der buddhistischen Lehren , als Ole und Hannah unter anderem die Uberlieferung des Phowa-Praxis erhielten, beauftragte der 16. Karmapa sie, den Diamantweg-Buddhismus der westlichen Welt zugänglich zu machen. Dem Wunsch ihres Lehrers folgend, unternahm Ole Nydahl ausgedehnte Vortragsreisen. Sein tiefes Wissen und dynamischer Lehrstil inspirieren Tausende Leute, die an seinen Vorträgen und Meditationskursen teilgenommen haben. Lama Ole ist er die wichtigste Antriebskraft, die die Übertragung der buddhistischen Lehre nach Westen ermöglicht. Mit seiner Direktheit und seinem trockenen Humor zerstört er falsche Konzepte über Buddhismus und Leben. Bis heute gründete Ole Nydahl 585 Diamantweg-Zentren in 44 Länder  rund um die Welt. Sein Lehrstil, der modern ist, aber vor allem auf ein über 2500- Jahre alten Wissen basiert, bildete das größte Netzwerk der Diamantweg – Praktizierenden. Lama Ole ist Autor solcher Bücher wie: „Wie die Dinge sind”, „Das Große Siegel”, „Die Buddhas vom Dach der Welt”.
(Bücher).

Die Internetseite von Lama Ole Nydahl

Hannah Nydahl

Hannah NydahlIm Dezember 1969 begegneten Ole Nydahl und seine Frau Hannah dem 16. Karmapa und wurden seine ersten westlichen Schüler. Über 30 Jahre war Hannah Nydahl als Dolmetscherin für tibetische Karma-Kagyü-Lehrer tätig. Außerdem beschäftigte sie sich mit der Übersetzung der buddhistischen Texte aus dem Tibetischen.
Hannah Nydahl starb am 1. April 2007 in Kopenhagen.