Die Karma Kagyü Linie



Von links: Tilopa, Naropa, Marpa, Milarepa, Gampopa, 1. Karmapa


Die Karma Kagyü Linie ist eine der großen buddhistischen Schulen des Diamantwegs. Als Linie der direkten mündlichen Überlieferung legt sie besonderen Wert auf Meditationspraxis und auf die unmittelbare Verwirklichung der Natur des Geistes durch die Identifikation mit dem Lehrers. Die Karma Kagyü Linie findet ihren Ursprung beim historischen Buddha. Danach wurde die Übertragung durch solchen indischen Meister wie Naropa und Maitripa sowie die bekannten tibetischen Verwirklicher (Yogis) Marpa und Milarepa gehalten. Im 12. Jahrhundert, als der Lama Gampopa sein Klosterwesen entwickelt hat, gab er die Überlieferung an dem ersten Gyalwa Karmapa weiter. Seitdem wird die Linie durch die ununterbrochene Reihe der bewussten Karmapa-Wiedergeburten lebendig und kraftvoll gehalten. Heute sind buddhistische Lehrer (Lama) wie 17. Karmapa Trinley Thaje Dorje und Kunzig Shamar Rinpoche die Übertragungshalter.

Die Karma Kagyü Linie bietet praktische Mittel, die man im täglichen Leben problemlos verwenden kann, ohne es äußerlich verändern zu müssen. Laien und Yogis bekommen zur Verfügung viele Mittel, die ermöglichen, sowohl durch Meditation als auch durch die täglichen Tätigkeiten, den eigenen inneren Reichtum zum Besten aller Wesen zu entdecken und zu entfalten. Das Ziel wird durch Information - überprüfbares, dogmenfreies Wissen. Meditation und Sichtweise - Weg zum Festigen der erreichten Bewusstseinsebenen, erreicht.